Donnerstag, 7. Januar 2010

Death Star Droid Remix EP


Fuck das wird dope... Gordon, reservier' mir eine Scheibe!

Info: Projekt Mondkreis

Mittwoch, 6. Januar 2010

SB zurück 02: Steinwurf

Das ewige Nomadenleben kann Fluch und Segen zugleich sein. Wer kennt das nicht, dieses Gefühl des ewigen hin und her gerissen Seins zwischen Orten und Wegen, zwischen Hobby, Arbeit, Freunden und Familie, die Flucht vor neuen Bindungen, vor Verantwortung, vor sich selbst. Lunte braucht es gar nicht beim Namen zu benennen, um ins Schwarze zu treffen.

Bilder von endlosen Autobahnfahrten mit zwielichtigen Mitfahrgelegenheiten kamen beim ersten Hören in mir hoch. Der Song entwickelt sich in eine ganz andere Richtung als man zum Auftakt mit diesem alten Saloon-Klavier vermuten mag. Mir gefallen besonders die kratzig-verspielten Elemente am Ende des Liedes. Ich zähle „Steinwurf“ zu einem der besten Sichtbeton-Songs überhaupt.

Schlüssel zur Stadt



Unglaublich: Angela Merkel, Damion Davis und Samy Deluxe in einem Track.

Dienstag, 5. Januar 2010

SB zurück: 1b Intro "Zurück"

Es hat etwas Selbstreferentielles, wenn Erick Sermon im Sichtbeton-Intro „Bä-bä-bä-bä-back with the flyest material“ stottert. Schließlich hatten Lunte und auch V.Raeter in den Neunzigern, der Zeit ihrer musikalischen Sozialisation, Platten von EPMD in ihren Regalen zu stehen. Da stehen sie auch immer noch und wirken auf die Musik von Sichtbeton ein – genau wie jede Form von Rap, Funk, Soul und sphärischen Klängen.

Luntes eröffnende Worte wecken weniger die Assoziation an Mädchen-WG-Mucke. „SB“ erinnert an Crew-Abkürzungssprache – wie BC. „Vom Berg“ - mein erster Gedanke war eher biblischer als lokaler Natur, war eher Moses vom Gottesberg als Prenzlauer Berg. Das passt auch eher zur hiphoppigen Großmäuligkeit. SB – die Speerspitze, roh und blutig, Perlen vor die Säue - ihr Kinder. Normale Studentenrapper würden sich so nicht in Szene setzen oder gar vom Pakt mit dem Teufel sprechen. Da klingt ein fieser Unterton in Luntes Stimme mit, der nicht so recht mit dem braven Image des Strichmännchen-Luntes auf dem Cover konform geht. Dieser Unterton beißt sich mit der entspannten Klangfarbe des Tracks. Das „Uhuuu“ - sagt das nicht Jay-Z?

Die ratternden Snares erinnern an die 24 Achsen einer S-Bahn, die über ein schlecht verschweißtes Schienenstück auf einer Eisenbahnbrücke rollen. Luntes Summen am Ende des Albumauftakts weckt bei mir ganz plötzlich Erinnerungen an sein Mecklenburg-Album von 2001. Damit ist der rote Faden geknüpft.

Montag, 4. Januar 2010

Back to the real Schwebebahn: Pilskills & Doctor Do


Wie anders die Friedrichshainer Rap-Klassik-Hits von Pilskills in Wuppertaler Ohren klingen können, zeigen die PilsDoc-Remixe von Doctor Do. Mit den neuen Instrumentals wirken Dehf Ones und Bagmans Texte gleich viel intensiver. Einzelne Passagen, die man als Stammhörer zwar von Anfang an auswendig konnte, entfalten im neuen Klanggewand plötzlich viel mehr Wortwitz und Ironie.
Do's Produzentenhandschrift ist zwar leicht angehaucht vom Spätneunziger-HipHop und vom alten Funkviertel-Funk, jedoch sauberer und präziser und halliger. Viel Spaß beim Lauschen!

>>Download PilsDoc Remix EP<<

SB zurück 01: Artwork von Martin Pohle

GTDK-Kolumnist Jenz Steiner bespricht ab heute bis Ende Januar an jedem Werktag das Generation Tapedeck-Album des Monats "Zurück" von Luntes und V.Raeters Projekt Sichtbeton. Nachdem er sich heute mit dem Artwork beschäftigt, handelt er jetzt jeden Song einzeln aus seinem sehr persönlichen Sichtwinkel ab und versucht Worte für das zu finden, was die Rezensenten in Mainstream-Musikmedien oder herkömmlichen Blogs zum Thema nicht zu benennen wissen.

Meine Lieblingsplatten sahen auch so aus. Ein schlichtes, schwarzes Cover mit zentriertem weißen Aufdruck, etwas abgegriffen und abgerubbelt vom vielen Ein- und Aussortieren ins Plattenregal. Die künstlichen Gebrauchsspuren auf dem quadratischen Aufkleber entschärfen jeglichen Verdacht der Sterilität, den der Name Sichtbeton suggerieren könnte. Die Schriemen und Kratzer nehmen vorweg, was das Album bald sein wird: ein in vielen jungen Haushalten häufig benutzter Gebrauchsgegenstand, ein künstlerisch wertvolles Sammlerobjekt, das man gern in den Händen hält.

Das neue Logo mit den gerasterten und serifenfreien Initialbuchstaben SB und den dicken weißen Outlines auf scharzem Untergrund, würde einen erschlagen, wäre es nicht so klein und fast niedlich gehalten und dazu noch links oben durch die mit wenigen aber geübten und treffenden Finelinerstrichen gezeichneten Comicgesichter der beiden Sichtbetonler Lunte und V.Raeter aufgelockert.

Schon die Verpackung macht das Album zum Sammlerstück. Nicht nur weil die naturbraune Kartonfarbe des schmalen und traylosen Digipacks mit den abgerundeten Ecken nahtlos an bisherige GTDK/SpokenView-Veröffentlichungen anknüpft – etwa DJ Breaques Album Someday . Im wahrsten Sinne des Wortes herausragend ist der per Hand beschriftbare und herausklappbare Reiter, der die Suche im heimischen CD-Archiv erheblich beschleunigen kann.

Welches der 300 Exemplare man in den Händen hält, verrät V.Raeters Handschrift zwischen der angerundeten Stecklasche und dem roten SB-Stempel auf der Rückseite des Albumcovers. Ich habe zwar nicht die erste, zweite oder dritte CD, aber die Nummer 123, bin sehr stolz darauf und werde sie nicht aus den Händen geben.
Schade finde ich, dass es auf der Rückseite der beigelegten Trackliste kein Mini-Poster gibt.

Arousal - 404 Mixtape


Mein Mann Filippo a.k.a. Flip a.k.a. Arousal hat ein feistes Mixtape für Monday Jazz geschraubt. Lest, was den neugierigen Hörer erwartet:

Error Broadcast's first move in 2010 is 404 mixtape assembled under my aka Arousal for the Monday Jazz collective with precious help from ASA~AMA on graphic design.

This one features some of the freshest material ready in our bag for 2010 and some of the best from 2009. Get into it and taste forthcoming heat from Shlohmo, B-Ju, AEED, Comfort Fit, Morpheground, Maguett and the premium collabo (costa) vs AD Bourke. 2010...so ERRATIC!

Arousal - 404 mixtape by Error Broadcast

http://error-broadcast.com/index.php/releases/show/release/ebcmx002
http://mondayjazz.com/index.cgi?lang=en;mixn=117

2nd round: Parker & Robinson "The Unseen Trap"

Project: MoonCircle
Lewis Parker und John Robinson traffen sich noch einmal in New York, um an die erfolgreiche "A Place Called Home" 7 Inch anzuknüpfen. Am 26. Februar erscheint das neue Werk "The Unseen Trap".
LISTEN.

Sonntag, 3. Januar 2010

freunde des gepflegten musikgeschmacks...

der gute Quetzal hat eine doppel LP am start....ach ja, sie hat sich gewaschen...

check him out.....



Samstag, 2. Januar 2010

Demograffics - Soul Travellin [Beat Tape]


Here 4 free!

Freitag, 1. Januar 2010

PROST NEUJAHR - AUF ZUM MOND
























Yo, Yo, 2010 - Ein Traum von Jahrtausenden soll Wirklichkeit werden. Geträumt von Gelehrten im Altertum, Mittelalter und in der Neuzeit. Gedacht von Forschern vieler Länder, vorhergesagt von Fantasten, von Pionieren und Science Fiction Schreibern. Der Mensch soll zum ersten mal den Mond betreten ... unser Mann Gordon von Project: Mooncircle / HHV.DE hat diese Mission für Generation Tapedeck kommentiert und musikalch unterlegt. Das Jahr 2009 endet auch mit einem Neubeginn ... "Man on the Moon" gibts hier zum freien DWNLD ... Hab keine Angst!
Und im Februar bekommen wir Post aus Hanoi ...

Mittwoch, 30. Dezember 2009

15 Jahre altes HipHop-Zeitdokument

Es gab mal eine Zeit, da hatte Marusha neben ihrer Rave Satelite Show auf Fritz auch noch eine Fernsehsendung beim ORB. Feuerreiter nannte sich das jugendliche Format. 1993 berichtete sie erstmals über die Streetjam auf dem Helmholtzplatz und fuhr zu Rock Steady Jam in NYC, bei der so ziemlich alle auf der Bühne und im Publikum standen, die in den nächsten fünf Jahren richtige HipHop-Größen wurden. Die Sendung habe ich leider noch nicht im digitalen Format vorliegen.


Sehr amüsant im Video: Zum rappenden Fetten Brot und Easy Business hat die ORB-Redaktion Musik von No Solo und Rebel One eingespielt.

Gefunden habe ich stattdessen eine spätere Sendung von 1994 über die damals drei Jahre alte SWAT Posse. Zu der Zeit war SWAT schon eine richtige HipHop-Marke, stand aber vor neuen Herausforderungen.
Das Ziel, eine Infrastruktur aufzubauen und die jugendhausorientierte deutsche HipHop-Szene hatte das Projekt längst erreicht und übererfüllt. SWAT verlagerte seinen Stammsitz erst von der Insel der Jugend in Treptow an den Kollwitzplatz zu Netzwerk Spiel/Kultur, dann in den ehemaligen GST-Stützpunkt in der Hosemannstraße in Prenzlauer Berg.
Die nachwachsende HipHop-Generation begeisterte sich eher für bunte Hochglanz-Magazine als für textlastige A5-Fanzines wie das SWAT-Inzine, Storm oder Mik's X-Side News.

Während die Bundespost sich in Post, Telekom und Postbank aufspaltete, entstanden aus SWAT heraus das HipHop-Mobil (erst unter Federführung vom späteren Aggro-Boss Spaiche, dann mit Gauner), die Graffiti-Connection (heute Werbeagentur graco) und Andreas Welskops Künstlermanagement 10vor10 in Köln (heute Zughafen mit Clueso in Erfurt).

In Westberlin engagierten sich Sozialarbeiter wie Frank Senf oder Jarric im HipHop-Haus auf ähnliche Art wie SWAT. Oldschool-Writer wie Dane gaben Airbrush-Workshops, MC's wie DJUX (heute Kool Savas) brachten Leuten das Rappen bei, die das heute immer noch mehr oder weniger erfolgreich tun. Viel Spaß mit diesem HipHop-Geschichts-Videoschnippsel.

Count, Bass and D

Haben zwar die Blog Freunde von HHV auch schon gepostet, aber da wir (glaube ich) auch alle große Count Bass D Fans sind hier nochmal ein neues Mixtape mit Dj Pocket!
























In The Loop
...yeahhh

Dienstag, 29. Dezember 2009

93 X-Mas NYC Radio Flava mit Red Alert

Als nachträgliches Weihnachtsgeschenk gibt es heute für Euch noch etwas Radiogeschichte: einen 45minütigen Old School Mix von und mit Kool DJ Red Alert auf NYC Kiss FM 98.7 vom 24. Dezember 1993. Der Mitschnitt passt genau auf eine Seite einer 90er Kassette.

Die Stimmung im Studio ist so überladen und chaotisch wie man es sich in Deutschland nicht einmal auf den einschlägigen Piratensendern der Vergangenheit hätte vorstellen können.
Die Tracks stammen eher aus den frühen Achtzigern, als HipHop immer elektronischer wurde, mit Whodini und Dominatrix und den Fearless Four. Interessant finde ich, dass der Zeitabstand zwischen der Entstehung der Musik und der Zusammenstellung des Mixes etwa derselbe ist wie der zwischen der Ausstrahlung der Sendung und der Veröffentlichung dieses Blogeintrags. Besonders interessant beim Hören sind die Werbespotz zwischendurch, die den Hörer von den Achtzigern in Sekunden in die Neunziger katapultieren.



Unfassbar, dass HipHop-Pionier Red Alert ein Jahrzehnt älter ist als meine Eltern und doppelt so alt ist wie ich. Was für eine Jugendkultur ist das denn? Egal, >>hier<< der Mix zum freien Download im mp3-Format.

Ankündigung: Neue Serie - Sichtbeton ist zurück


Nachdem nun alle Weihnachtskalendertürchen aufgeklappt sind und Weihnachten 2009 ein abgegessenes Thema ist, hat sich GTDK-Kolumnist Jenz Steiner etwas ganz Besonderes zum Jahresauftakt 2010 einfallen lassen. Anlass dafür ist die kürzliche Veröffentlichung des ganz bemerkenswerten Albums "Sichtbeton: zurück" von DJ V.Raeter und Lunte.

Ich mag Überraschungen. Besonders überrascht war ich von V.Raeters Weihnachtsüberraschung, die er mir gewidmet hat. Ich höre in letzter Zeit sehr viel neue Musik. Als ich letzte Nacht das neue Sichtbeton-Album erstmals am Stück gehört habe, war ich nicht nur schwer beeindruckt, ich wurde mir auch schnell klar darüber, dass das Musik ist, mit der man sich intensiv beschäftigen kann und auch muss. Genau das werde über einen Monat hinweg ich ab 1. Januar 2010 machen.

An dieser Stelle werde ich ab dann jeden Werktag einen Track des Albums besprechen. Bislang ist es mir noch nicht gelungen, ein komplexes Bild von diesem Gesamtkunstwerk zu gewinnen oder gar ein kompaktes Urteil darüber zu fällen. Vielleicht gelingt es mir durch das Betrachten der 23 kleinen Mosaiksteinchen, die das Album zu einer gelungenen Komposition zusammen fügen.
Ich will damit nicht nur das Interesse an dieser Musik schüren und Diskussionen auslösen, sondern auch da ansetzen, wo den herkömmlichen Rezensionsschreiberlingen die Worte ausgehen.

Montag, 28. Dezember 2009

Collectif Mary Read und Jenz Steiner




















Was wäre ein angemesseneres Ende für ein musikalisch so erfolgreiches Jahr als ein tolles Abschlusskonzert? Keine Ahnung! Ich werde das Jahr jedenfalls schon am Dienstag, den 29. Dezember in der Kadterschmiede, in der Rigaer Straße 94 ausklingen lassen, ohne Eure bisherigen Sylvesterplanungen zu kreuzen. Vor mir tritt die französische Rap-Gruppe Collectif Mary Read aus St. Etienne auf. Die Gruppe kannte ich bislang nicht, habe aber einen Live-Mittschnitt von einem ihrer Konzerte in Frankreich im Netz gefunden. Auf dem Flyer sind auch support DJ's angekündigt, jedoch weiß ich nicht, wer das letztendlich sein wird. Ich mache jedenfalls das Beste draus und freue mich über jedes bekannte Gesicht im Publikum. Die Höhe des Eintrittspreises legen die Gäste fest. Mit der überschüssigen Kohle werden Leute unterstützt, die gerade zu Unrecht im Gefängnis sitzen. Los geht es 23 Uhr.


video

Samstag, 26. Dezember 2009

Gaslamp Killer hat 10 Jahre Flying Lotus gemixt ... Weihnachten is TOLL
























Flylo sagt: "Merry Christmas and happy holidays to everyone as we’re approaching this new year, I felt it was time to let go of some things that have been gathering dust. Some old things, and some new things, I tried to pick out tracks that I know yall haven’t heard yet so there should be surprises around every turn.
can’t believe i’ve been making tracks for over 10 years now..That said, there’s so much to learn still.
I hope you all enjoy this mix. Thanks to the Gaslamp Killer for doing an incredible job on THIS.

Can’t wait for you all to hear my album ‘Cosmogramma’ coming out April 20th 2010 on Warp Records.

Enjoy" (via www.brainfeedersite.com)

Freitag, 25. Dezember 2009

The Beep hat auch nen Mix gemacht...

Es sieht so aus als ob The Beep aus Köln die vorweihnachtliche Mixkultur genauso feiert wie wir!? Deshalb hat er nen wirklich smoothen Mix für den ersten Feiertag gemacht...
also Gans, Fisch oder sonstwas genascht und dann ab uffe Couch und "the beep's christmas crate" gelauscht! Yo
























the beep's christmas crate by TheBeep

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Russischer und amerikanischer Weihnachtsmann

Damit Ihr Weihnachten nicht vorm Computer rumhängt, sondern Euch endlich mal mit Freunden und Familienangehörigen verbringt, wachen heute MC Hammer und sein russisches Gegenstück Kwasimodo MC darüber, dass Ihr die Finger von der Tastatur lasst, sonst setzt es was mit der Trash-Rap-Rute.



Vierundzwanzigstes Türchen